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Was ist dem Land Baden-Württemberg die Arbeit von Schulleitungen im Grund-, Haupt- und Werkrealschulbereich wert?
Die Besoldungsstruktur in den Schulen Baden-Württembergs befindet sich seit langem in einer Schieflage. Vor allem auf Grund der jüngsten Veränderungen im Bereich der Grund-, Haupt- und Werkrealschulen wurden verschiedene Nachjustierungen vorgenommen, die im Einzelfall auch von unserer Seite begrüßt wurden; Insgesamt wird dadurch aber die grundlegende Schieflage weiter verstärkt.
Bereits im März 2009 hat die VSL gegenüber den Verantwortlichen für die Bildungspolitik in unserem Land die oben genannte Frage gestellt, auf den damit verbundenen Missstand hingewiesen und auf schnelle Abhilfe gedrängt. Die Beantwortung und ein entsprechendes positives Veränderungssignal sind bislang ausgeblieben.
Durch die Neuregelung im Beförderungsamt für Hauptschullehrkräfte entstand die Situation, dass Schulleiter/innen und deren Stellvertreter/innen in Zukunft nur noch geringfügig mehr, gleich oder sogar weniger verdienen als 20 Prozent der Hauptschullehrer/innen ohne Leitungsfunktion. Darüber hinaus sehen viele Schulleitungen an reinen Grundschulen durch diese Regelung ihre verantwortungsvolle Arbeit nicht mehr entsprechend gewertet und honoriert.
Durch die flächendeckende Einführung von Werkrealschulen, die als Regelabschluss zum Mittleren Bildungsabschluss führen, stellt sich die Frage: Müssen Schulleitungen von Schularten, die zum gleichen Bildungsabschluss führen (WRS, RS) nicht auch in gleicher Weise besoldet werden?! Die dazu erforderliche - und im Übrigen längst überfällige - Reform des Dienstrechts wird von der VSL weiterhin mit Nachdruck angemahnt.
Die VSL nimmt den Unmut der betroffenen Schulleitungen wahr. Die Aufgabenfülle nimmt weiterhin zu. Die vor allem durch die VSL erreichte und begrüßenswerte Erhöhung der Leitungszeit wird der veränderten Situation nur zum Teil gerecht. Die Regelung der Besoldung ist für die VSL weiterhin inakzeptabel: Neue bzw. veränderte Aufgaben und Strukturen erfordern auch eine Neuregelung der Besoldungsstruktur.
Die VSL vermisst die Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Schulleitungen im GHWRS-Bereich - nachhaltige und wichtige Leistungsanreize gehen verloren. In der Konsequenz ist zu befürchten, dass in Zukunft noch weniger Lehrerinnen und Lehrer bereit sein werden, eine Leitungsfunktion in diesen Bereichen zu übernehmen.

Eine nachhaltige Veränderung ist dringend erforderlich!
Die VSL fordert eine schnelle und gerechte Korrektur der Besoldung, die der Aufgabenfülle und vor allem der Verantwortung der Schulleiterinnen und Schulleiter und deren Stellvertreter/innen an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen entspricht.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Leserinnen und Leser,
Ich grüße Sie alle ganz herzlich.
Ihr
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